Aktionsplattform „Permanenter Widerstand“

Nächtes Treffen:
Fr, 8.6., 17 Uhr
Institut für Politikwissenschaften NIG, 2. Stock (Universitätsstraße 7, 1010 Wien)

Die Studierenden und Lehrenden mussten schon öfters für ihre Bildung kämpfen. Das wird auch weiterhin notwendig sein, denn die aktuelle Bildungspolitik stellt eine immer größer werdende Bedrohung für freie, qualitative und kritische Bildung dar: Studiengebühren, die wieder eingeführt bzw. erhöht werden könnten, weitere von Abschaffung bedrohte Studiengänge, StEOP und Zugangsbeschränkungen, Stellenabbau in Forschung und Lehre etc.

Immer mehr Universitäten und Studienrichtungen leiden unter der chronischen Unterfinanzierung und undemokratischen Bildungspolitik. Diese Ursachen müssen gemeinsam bekämpft werden, um auch die individuellen Probleme zu beseitigen. Es ist an der Zeit sich zu solidarisieren und gemeinsam bunte Aktionen und Proteste nachhaltig auf die Beine zu stellen.

Wir möchten dazu eine Plattform ins Leben rufen, in der alle, die für freie Bildung kämpfen, auch für kommende Semester ihren Widerstand leisten können. Es ist erforderlich die nächsten Semester durch gute Vernetzung und gelebte Solidarität mit anhaltenden Kampagnen, Aktionen und Protesten zu begleiten.

Kommt zum Vernetzungstreffen. Bringt euch ein und gestaltet kommende Proteste mit!

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Widerstand permanent machen – für freie Unis, gegen Abschaffung der IE, gegen Studiengebühren, gegen StEOP

Initiativen-Treffen: Widerstand permanent machen

Treffen Mi, 30.5., 19 Uhr
Institut für Politikwissenschaft NIG 2.Stock (Universitätsstraße 7, 1010 Wien)

An den Unis regt sich starker Widerstand. Wir besetzten in den letzten Wochen das Rektorat, das Audimax und das Wissenschaftsministerium und blockierten stundenlang eine Senatssitzung gegen die Einführung der neuen Studiengebühren. Ähnliche Proteste fanden österreichweit statt.
Die Angriffe von Wissenschaftsminister Töchterle werden häufiger und  härter. Studiengebühren sind nur ein Teil des neoliberalen Umbaus der Unis. Töchterle und Co. wollen ein elitäres Hochschulsystem, das die Mehrheit der Bevölkerung von höherer Bildung ausschließt. Wir sollten uns das nicht gefallen lassen.
Wir meinen, dass wir die Proteste vereint weitertragen können und schlagen deshalb vor, eine Art Studierenden-Netzwerk aufzubauen. Eine solche Plattform könnte verschiedene Anliegen von Studierenden und Lehrenden aufgreifen, und darüber Kampagnen und Aktionen organisieren.
Wie kann so eine Plattform für freie Bildung etc. aussehen? Was sollte sie tun? Komm zum ersten Treffen der Arbeitsgruppe „Permanenter Widerstand“, bring deine Ideen ein und gestalte mit!

Arbeitsgruppe Permanenter Widerstand

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Gegen Studiengebühren stimmen. Ein offener Brief an die Mitglieder des Senats der Uni Wien.

Sehr geehrte Mitglieder des Senats,

wir schreiben Ihnen bezüglich der kommenden Senatssitzung am 26. April 2012, in der über die Einführung von neuen, autonomen Studiengebühren verhandelt wird. Mit diesem Brief möchten wir Ihnen unsere Meinung darlegen und Sie bitten, gegen jegliches Studiengebühren-Modell zu stimmen.

Studiengebühren schaden einer Gruppe, die oftmals unter der in Österreich festgesetzten Armutsgrenze lebt. Das Argument, dass mit Einführung von Studiengebühren auch die Beihilfen für Studierende ausgeweitet würden, wird durch die gängige staatliche Praxis der Kürzung sämtlicher Beihilfen (Familienbeihilfe, Krankenversicherung, Studierendenwohnheime, etc.) widerlegt. Studiengebühren sind sozial ungerecht. Die Konsequenzen von global eingeführten Studiengebühren gerade für bildungsfernere und finanziell schlechter stehende Menschen sind hinlänglich bekannt. Zudem soll – wie aus dem vom Rektorat veröffentlichten Factsheet zu vernehmen war – lediglich das ohnehin schon angewandte Studiengebühren-Modell für Studierende von Nicht-EU-Staaten und Studierende, die zwei Toleranzsemester überschritten haben, einzuheben, diskutiert werden.

Wir wollen daher etwas Grundsätzlicheres zum Thema Studiengebühren betonen. Mit der 2002 eingeführten „Autonomie“ ist eine jede Universität nun selbst verantwortlich Kapital zu finden, um den Forschungs- und Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten. Der staatliche Rückzug aus dem Hochschulbildungswesen und die damit einhergehenden entgangenen Gelder aus dem anteilsmäßig sinkenden staatlich bereitgestellten Budget führen und führten zur permanenten Unterfinanzierung oder zum Teil, wie im Falle der TU Wien, zum möglichen Bankrott. Eine solche „autonome“ Universität wird zwangsläufig immer um ihre Existenz kämpfen.

Zwei logische Geldquellen – Mittel aus der Privatwirtschaft und Studiengebühren – liegen aufgrund dieser Not auf der Hand. Doch sollte man hier nicht durch den Weg des geringsten Widerstandes gerade jene belasten, die durch die Umstellung (die ja auch mit einem Abbau der inneruniversitären Demokratie einherging) ohnehin schon stark betroffen sind, sondern vielmehr hinterfragen, was für eine Art von Wissenschaft solch ein System produziert. Der Wettbewerb der Universitäten, um Forschungsgelder und Studierende, untereinander, zieht nicht nur eine Quantifizierung von Unquantifizierbarem nach sich, um Kriterien der Exzellenz zu schaffen, sondern führt direkt zur Unterwerfung der exzellenten Universität unter diese neu geschaffenen Kriterien. (vgl. Donoghue, Frank (2008): The Last Professors: The Corporate University and the Fate of the Humanities)

„Universitäten, die sich nach außen hin als großartige Tempel der wissenschaftlichen Exzellenz darstellen, sind intern zu Kindergärten verkommen, wo Professoren sich gegenseitig mit Publikationslisten und der Menge eingeworbener Forschungsgelder zu übertrumpfen versuchen“ schreibt Mathias Binswanger in der Zeitschrift Forschung und Lehre (7/11, 504ff) und spricht damit genau jenen Untergang der auf Wahrheit ausgerichteten Wissenschaft – zugunsten einer Bewertung der Wissenschaft hinsichtlich ihrer Profitabilität – an.

Studiengebühren bewirken ähnliches. Solange sie nicht, wie in angelsächsischen Ländern in schwindelerregender Höhe (bspw. in Australien 22.000 bis 62.000 Dollar pro Jahr) eingefordert werden, ändern sie nichts an der permanenten Unterfinanzierung. Der Wettbewerb um die Quantität und Qualität der Geld bringenden Studierenden unterstützt jedoch auf ähnliche Weise die Tendenz, die vernünftige Wissenschaft in eine profitable Wissenschaft zu verwandeln. Im Wettbewerb ist das Kriterium der Lehre nicht ihr inhärenter Wahrheitsgehalt, sondern die Bekanntheit der zu populärkulturellen EntertainerInnen gewordenen Lehrenden, usw.

Beim in der kommenden Senatssitzung diskutierten Studiengebühren-Modell mögen diese Warnungen vielleicht übertrieben erscheinen, obwohl die beschriebenen Gefahren auch an der Universität Wien z.T. gängiger werdende Praxis sind. Diese Warnung ist daher die Anzeige einer Tendenz, der entgegen getreten werden muss. Nur eine, durch einen politisch und ideologisch zurückhaltenden Staat, ausfinanzierte Universität, kann eine Wissenschaft ermöglichen, die Reflexion über und Fortschritt der Gesellschaft bedeutet. Bildung darf nicht zur Ware verkommen, sondern muss ein gesellschaftliches Gut bleiben. Eine Universität, die den Raum für so eine Wissenschaft oder Bildung eröffnen will, wie im aktuellen Entwicklungsplan gefordert, darf sich nicht der Tendenz der Vermarktwirtschaftlichung der Forschung und Lehre ergeben, sondern muss vom Staat vehement seine Verantwortung einfordern.

In diesem Sinne appellieren wir an Sie, keinem schlechten Pragmatismus zu verfallen und für Studiengebühren zu stimmen, sondern als SchützerInnen und BewahrerInnen einer vernünftigen und autonomen Wissenschaft aufzutreten.

Die StopSteop-Initiative und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren veranstalten am Donnerstag, 26. April 2012, um 13 Uhr eine Protestkundgebung vor der Universität Wien (Uni-Rampe). Wir freuen uns dort auch auf das eine oder andere Gespräch mit Mitgliedern des Senats.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Doblmair
Für das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS)

gegenstudiengebuehren.blogsport.eu
facebook.com/aktionsbuendnis.gegen.studiengebuehren

Unsere gemeinsamen Forderungen:

  • Freier Hochschulzugang ohne Studiengebühren!
  • Die Abschaffung der Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP)!
  • Die Ausfinanzierung und Erhalt des vollständigen Studiums Internationale Entwicklung!
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Studiengebühren blockieren!

Senat will Studiengebühren beschließen!

Am Donnerstag, 26.04.2012 will der Senat auf Druck des Rektorats der Universität Wien in einer Sitzung neue Studiengebühren beschließen! Wir protestieren dagegen!

Wann: Do, 26.4., 16:00
Wo: Uni-Rampe, Schottentor

Der Senat berät weitere Verschlechterungen für Studierende, darunter die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP). Die Mitglieder des Senats sollen uns Studierende unterstützen, und die Uni-Misere nicht auf unserem Rücken austragen!

Uns Studierenden soll Studium und Leben durch neue Studiengebühren und unfaire, undurchdachte Voraussetzungsketten wie die StEOP erschwert werden. Das Rektorat will ganze Studienrichtungen, wie das Bachelorstudium der „Internationalen Entwicklung“ (IE), abschaffen.

Wenn es nach Töchterle und Co. geht, soll die finanzielle Elite unter sich bleiben: Denn nicht nur Studiengebühren sind ein sozialer Selektionsmechanismus, auch ein Nebenjob und Voraussetzungsketten im Studium lassen sich immer schwerer vereinbaren. Gibt es Studiengebühren, ist die Geldbörse der Eltern ausschlaggebend dafür, wer studieren kann und wer nicht. Das lassen wir uns nicht gefallen!

BILDUNG IST EIN MENSCHENRECHT!
BILDUNG MUSS FREI ZUGÄNGLICH BLEIBEN!

Darum fordern wir:

  • KEINE neuen Studiengebühren und die Abschaffung aller bestehenden Studiengebühren
  • Abschaffung der StEOP in ihrer jetzigen Form inklusive der lebenslangen Sperre nach negativer StEOP
  • einen fixierten 3. Prüfungsantritt für die StEOP

JETZT müssen wir handeln, denn sonst wird diese Bevormundung nicht stoppen! Wir haben die Bildungskrise nicht verursacht, deshalb werden wir auch nicht dafür bezahlen! WIR BLOCKIEREN STUDIENGEBÜHREN!

Eine gemeinsame Aktion des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) und der StopSteop-Initiative.

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Aufruf zum W-ie-derstand: Die Uni Wien will den Studiengang Internationale Entwicklung (IE) abschaffen!

Die Stop-Steop-Initiative und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) erklären sich solidarisch mit dem Kampf der IE um ihr Studium und rufen zur Protestwoche der IE vom 17. bis zum 20. April auf.

Uns muss bewusst sein, sollte dies der Universität gelingen, wird die Universitätsleitung dazu ermutigt sein weitere Kürzungen und Verschlechterungen der Studienbedingungen auf dem Rücken der Studierenden durchzuführen, sei es die Abschaffung weiterer Studiengänge, das Beibehalten der StEOP, oder die Widereinführung von Studiengebühren.

Daher ist der gemeinsame Kampf unverzichtbar!

 

Die Stop-Steop-Initiative und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) erklären sich solidarisch mit dem Kampf der IE um ihr Studium und rufen zur Protestwoche der IE vom 17. bis zum 20. April auf.

Uns muss bewusst sein, sollte dies der Universität gelingen, wird die Universitätsleitung dazu ermutigt sein weitere Kürzungen und Verschlechterungen der Studienbedingungen auf dem Rücken der Studierenden durchzuführen, sei es die Abschaffung weiterer Studiengänge, das Beibehalten der StEOP, oder die Widereinführung von Studiengebühren.

Daher ist der gemeinsame Kampf unverzichtbar!

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Wut über Studieneingangsphase bringt erste Erfolge!

AktivistInnen bei der Übergabe der Protestnote an Vizerektor Karl Schwaha

AktivistInnen bei der Übergabe der Protestnote an Vizerektor Karl Schwaha © Daniel Weber

Anlässlich der Senatssitzung der Universität Wien am 15. März 2012 protestierten über 100 hauptsächlich Studierende gegen die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) und Studiengebühren. Die StopSteop-Initiative, die sich für die Abschaffung der Eingangsphase in ihrer jetzigen Form einsetzt, und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) organisierten die gemeinsame Kundgebung.

Zusammen kämpfen

Die RednerInnen ­– darunter Martina Pfingstl (Senatsvorsitzende der Akademie der Bildenden Künste) und Monika Mokre (Plattform „Rettet die Akademie der Wissenschaften“, dort sollen 300 von 789 Arbeitsplätzen abgebaut werden) – betonten, wie wichtig es ist, dass wir uns vernetzen und gemeinsam gegen die Angriffe auf unsere Bildung und Forschung wehren. Rainer, ein Studierender der Internationalen Entwicklung, berichtete über die neuesten Entwicklungen im Kampf gegen die Abschaffung ihrer Studienrichtung. Eltern und Kinder vom Kindergarten am Uni-Campus solidarisierten sich und sammelten Unterstützungs-Unterschriften gegen die Schließung ihrer Einrichtung.

Unterstützung eingefordert

Im Anschluss an die Kundgebung zogen etwa 60 DemonstrantInnen in die Universität vor den Senatssitzungssaal, um dort lautstark Mitbestimmung einzufordern und dem Senat eine Protestnote zu überreichen (siehe Forderungen unten). „Kommt raus, kommt raus, kommt raus!“, hallte es, begleitet durch ohrenbetäubendes Stampfen, durch die Universität, bis die Protestnote schließlich vom Vizerektor Karl Schwaha unter grimmiger Miene entgegengenommen wurde.

Studierende erkämpfen dritten Prüfungsantritt

Der Senat beschloss in der Sitzung einen dritten Prüfungsantritt (wenn man im Zuge der StEOP nur an einer Prüfung gescheitert ist). Dieser Erfolg ist den Studierenden der Basisinitiativen zu verdanken, die in den letzten Wochen mit Unterstützung der ÖH die Proteste organisiert haben. Kämpfen lohnt sich!

Gruppenfoto auf der Uni-Rampe vor der Universität © Daniel Weber

Fotos:

http://www.flickr.com/photos/daniel-weber/sets/72157629592706899 (Danke an Daniel Weber)

Weitere Informationen:

Die Protestnote:

Wir fordern den Senat auf, uns Studierende zu unterstützen

Unsere Forderungen:

  • Abschaffung der StEOP in ihrer jetzigen Form! Wir wollen nicht unfair und ungerecht rausgeprüft werden!
  • Keine Studiengebühren! Wir haben die Krise nicht verursacht, warum sollten wir dafür zahlen?
  • Wir setzen und für freien Hochschulzugang und freie Bildung ein.

Wir lassen uns nicht ausbremsen!

UnterzeichnerInnen hatten auch die Möglichkeit, ihre eigenen Forderungen und Wünsche festzuhalten.

Medienberichte:

 

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Wir lassen uns nicht ausbremsen!

Wann: Do, 15.3., 16:00
Wo: Uni-Rampe, U2 Schottentor
Facebook-Event, Flyer und Plakat

Eine gemeinsame Kundgebung von:

STOPSteop
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren

Anlässlich der Senatssitzung am 15.3. veranstalten wir, ABS und StopSteop, eine öffentliche Kundgebung zum Thema Studiengebühren und –beschränkungen. Der Senat berät neue Bildungshürden für uns Studierende. Wir lassen nicht zu, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird, wer wann wie studieren darf. Proteste und Aktivität von Studierenden haben bis jetzt Studiengebühren verhindert. Kämpfen für freien Bildungszugang lohnt sich!

Jeder hat das Recht auf Bildung“ (Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Wir sind eine Konstellation aus Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) und der StopSteop-­Initiative, und wir haben allen aktuellen Grund, gemeinsam aktiv zu werden! Die Unterfinanzierung der österreichischen Universitäten verschlechtert die Situation der StudentInnen zusehends. Aber zusehen wollen wir nicht länger.

Die StopSteop-Initiative setzt sich dafür ein, die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) in ihrer jetzigen Form abzuschaffen. Die StEOP soll Studierende vom Studieren abhalten! Sie ist eine neue, universitäre Voraussetzungskette für Erstsemestrige, die sich aus (unfairen!) Prüfungen mit maximal zwei möglichen Antritten zusammensetzt. Bei negativer StEOP bist du lebenslang für das jeweilige Studium gesperrt. Widerstand an mehreren Unis hat bereits einen dritten Prüfungsantritt erkämpft. Weitere Infos über die StEOP und die Initiative findest du auf www.stopsteop.eu.

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ist ein Netzwerk aus AktivistInnen, Studienvertretungen und progressiven Kräften an den Hochschulen mit dem Ziel, Studiengebühren zu verhindern. ABS kämpft für den freien Hochschulzugang und freie Bildung. Die Unibrennt-Bewegung und Proteste von Studierenden im Herbst 2011 sitzen den RektorInnen noch im Nacken: Sie haben sich im Sommersemester 2012 nicht getraut, neue Studiengebühren einzuheben! Das Bündnis will weiter konstruktiv in die politische Debatte eingreifen und aktiv Proteste aufbauen.

Wir haben die Kri­se nicht verursacht, wieso sollen wir dafür zahlen? Wir lassen uns nicht ausbremsen!

Universität, so wie ich sie sehe, ist etwas unausweichlich Elitäres. Und dafür ist nicht jeder tauglich, nicht jeder bringt den langen Atem und den Willen dazu auf.“ Wissenschaftsminister Töchterle (Die Zeit, 17.01.2012)

Für jeden Kurs und für jede Prüfung sollte ein moderater Studienbeitrag verlangt werden, entsprechend der Leistung, die der Student von der Universität in Anspruch nimmt.“ Helmut Fuchs, Senatsvorsitzender Uni Wien (Der Standard, 29.02.2012)

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Nächstes Aktionstreffen am Montag, 5.3.

Nächstes Aktionstreffen: Mo, 5.3., 19 Uhr, Institut für Politikwissenschaft, Neues Institutsgebäude (NIG), Universität Wien, Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Liebe FreundInnen,

wir haben allen Grund wieder aktiv zu werden. Die RektorInnen wollen Studiengebühren einführen sind aber komplett verunsichert. Gute Chancen für uns. Deshalb treffen wir uns vom Aktionsbündnis gegen Studiengebühren nächsten Montag, dem 5.3., um 19:00 im Powi-Institut.

Am 15.3. findet eine Senatssitzung der Uni Wien zum Thema Studiengebühren, StEOP, etc. statt. Das wäre eine Gelegenheit, dort eine Aktion zu starten. Wiederstand wird nötig. Mehrere Universitäten haben bereits geäußert, sie wollen im Wintersemester 2012 Studiengebühren einführen. Helmut Fuchs, Senatsvorsitzender der Uni Wien hat vorgeschlagen, für jede Prüfung und jede Lehrveranstaltung Beiträge einzuführen. Doch die Unis sind dennoch sehr unsicher dabei, autonom Studiengebühren zu verlangen, da ihnen die Rechtssicherheit fehlt und sie die Reaktion der Studierenden fürchten. Ihnen sitzt die Unibrennt-Bewegung noch im Nacken.

Leider ist die SPÖ kein verlässliches Standbein gegen Studiengebühren. So schlagen sie derzeit vor, Studiengebühren für nicht EU-Bürger und Langzeitstudenten einzuführen (also wie es bisher war). Und die ÖVP ist hartnäckig und verlangt weitere Annäherungen der SPÖ.

Deshalb muss der Wiederstand von uns Studierenden ausgehen. Mit der neuen Stop-StEOP Initiative regt sich weiterer Wiederstand an der Uni. Wir laden euch ein, mit uns am Montag die nächste Aktion zu planen.

http://derstandard.at/1330390122025/Studiengebuehren-OeH-Univertretungen-legen-Geld-fuer-Klagen-bereit
http://derstandard.at/1330390020379/Uni-Politik-Sein-Thema-ist-nicht-ihr-Thema
http://derstandard.at/1330389960619/Studiengebuehren-Unis-fuerchten-Minus-durch-Massenklagen

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Musterbrief an die RektorInnen zur Studiengebühren-Frage

Es ist ein erster Erfolg der Uni-Bewegung, dass ab nächstem Semester (das heißt ab Sommersemester 2011/12) keine Studiengebühren mehr an den Universitäten eingehoben werden. Einige Rektoren drohen jedoch damit, an den Universitäten bereits ab Herbst 2012 autonom Studiengebühren einzuheben; manche haben sich dazu noch gar nicht geäußert.

Wir wollen Klarheit darüber, was die RektoratInnen planen und haben deshalb einen Musterbrief vorbereitet, der an die Rektorate geschickt werden kann.

Rückmeldungen sende uns bitte auf aktiongegenstudiengebuehren@gmail.com. Kopiere dir den Text oder nutze die automatische Sende-Funktion. Eine Liste der RektorInnen findest du weiter unten.

Musterbrief

Sehr geehrte/r Rektor/Rektorin XXX,

den Medien habe ich die Presseerklärung von Heinrich Schmidinger, Präsident der Universitätenkonferenz, vom 6.12. entnommen. In dieser Erklärung wird in den Raum gestellt, dass jene Universitäten, die es anders „wirtschaftlich nicht durchhalten“, ab dem Wintersemester 2012 neue Studiengebühren einheben werden.

Studiengebühren bringen den Universitäten nicht genügend Geld, um das Finanzloch zu schließen und sind daher keine Lösung gegen das Spardiktat der Bundesregierung gegenüber den österreichischen Hochschulen. Außerdem führen Studiengebühren dazu, dass neue Hürden für den Eintritt in die Uni aufgestellt werden. Schon heute müssen mehr als 60% der Studierenden neben dem Studium arbeiten um ihr Leben zu finanzieren. Mit Studiengebühren wird es sich für viele Studierende nicht mehr ausgehen. Studiengebühren bewirken daher auch bei einem sozial gestaffelten Modell eine verstärkte soziale Selektion an den Hochschulen.

Aus diesen Gründen spreche ich mich deutlich gegen Studiengebühren aus.

Derzeit besteht große Unsicherheit darüber, ob und wie viel Studierende in den nächsten Semestern bezahlen müssen. Viele Studierende können deswegen ihr Studium nicht längerfristig planen. Ich bitte Sie daher, die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Wie sieht die budgetäre Situation an unserer Universität aus?
  • Sehen Sie eine gesetzliche Grundlage für die autonome Einführung von Studiengebühren gegeben?
  • Planen Sie Studiengebühren mit dem nächsten Wintersemester an unserer Universität autonom einzuführen? Und wenn ja, in welcher Höhe?

In Hoffnung auf eine baldige Antwort,

XXX

StudentIn/ProfesssorIn/AssistentIn/… an der Uni XXX

Liste der RektorInnen in Österreich mit Email-Adressen

Graz

Medizinische Universität Graz: Josef Smolle, rektor@medunigraz.at

Technische Universität Graz: Harald Kainz, rektor@tugraz.at

Universität Graz: Christa Neuper, rektorin@uni-graz.at

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Robert Höldrich, hoeldrich@iem.at

Innsbruck

Medizinische Universität Innsbruck: Herbert Lochs, rektorat-medizin@i-med.ac.at

Universität Innsbruck: Tilmann Märk, rektor@uibk.ac.at

Klagenfurt

Universität Klagenfurt: Heinrich C. Mayr, rektor@uni-klu.ac.at

Leoben

Montanuniversität Leoben: Wilfried Eichlseder, wilfried.eichlseder@unileoben.ac.at

Linz

Johannes Kepler Universität Linz: Richard Hagelauer, rektor@jku.at

Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz: Reinhard Kannonier, reinhard.kannonier@ufg.ac.at

Salzburg

Universität Mozarteum Salzburg: Reinhart von Gutzeit, rektor@moz.ac.at

Universität Salzburg: Heinrich Schmidinger, heinrich.schmidinger@sbg.ac.at

Wien

Akademie der Bildenden Künste: Eva Blimlinger, rektorin@akbild.ac.at

Medizinische Universität Wien: Wolfgang Schütz, buero-rektor@meduniwien.ac.at

Technische Universität Wien: Sabine Seidler, sabine.seidler@tuwien.ac.at

Universität für angewandte Kunst Wien: Gerald Bast, gerald.bast@uni-ak.ac.at

Universität für Bodenkultur Wien: Martin H. Gerzabek, rektorat@boku.ac.at

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Werner Hasitschka, hasitschka@mdw.ac.at

Universität Wien: Heinz W. Engl, rektor@univie.ac.at

Veterinärmedizinische Universität Wien: Sonja Hammerschmid, sonja.hammerschmid@vetmeduni.ac.at

Wirtschaftsuniversität Wien: Christoph Badelt, christoph.badelt@wu.ac.at

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Erfolg für die Bewegung: Keine Studiengebühren im nächsten Semester!

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute: Es gibt keine Studiengebühren im Sommersemester 2011/12. Die Schlechte: Bereits ab nächstem Wintersemester im Herbst 2012 drohen neue Studiengebühren.

Wie vor kurzem bekannt wurde haben die Rektoren der Universitäten bekannt gegeben für das Sommersemester 2012 keine Studiengebühren mehr einzuheben.

AktivistInnen des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS) und Studierende der Internationalen Entwicklung (IE) auf der Demonstration gegen die Abschaffung des IE-Bachelors am 15. Dezember 2011

AktivistInnen des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS) und Studierende der Internationalen Entwicklung (IE) auf der Demonstration gegen die Abschaffung des IE-Bachelors am 15. Dezember 2011

Die  Audimax-Besetzung 2009 und die Besetzung der SPÖ–Zentrale 2010 sind für diesen Erfolg verantwortlich.  Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren hat im Herbst 2011 kleinere Aktionen organisiert, um Studierende über die drohende Einführung von Studiengebühren zu informieren. Als solches haben wir mitgeholfen, das Bild von kampfbereiten Studierenden zu bestätigen.

Die Gefahr, dass es bereits im Wintersemester 2012 Studiengebühren geben könnte, ist jedoch nicht gebannt. Auf der einen Seite drohen einige Rektoren damit, an ihrer Uni selbstständig Studiengebühren einzuführen. Auf der anderen Seite trat Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller eine Diskussion um die Zustimmung der SPÖ zu Gebührenmodellen los. Auch wenn sich die Jugend- und Studierendenorganisationen der SPÖ klar für den freien Hochschulzugang aussprechen, scheint es so, dass Bundeskanzler Faymann und die Führungsriege der SPÖ in der Studiengebührenfrage umfallen werden.

Proteste der Studierenden haben in so einer Situation gute Erfolgsaussichten, denn die Rektoren haben Angst vor direkten Konfrontationen mit den Studierenden an ihrer Universität. Sollten sie autonom Gebühren einführen, werden wir Widerstand auf den Unis aufbauen. Neuerliche Hörsaalbesetzungen sind dann vorprogrammiert.

Gerade weil die Regierung von Korruptionsskandalen und Dauerstreit geplagt ist, können ihre Pläne durch entschlossenen Widerstand aufgehalten werden. Auf das Nein der SPÖ zu den Studiengebühren dürfen wir uns aber nicht verlassen. Wir meinen, dass wir Proteste und weitere Aktionen auf der Straße aufbauen müssen und nur so den freien Hochschulzugang verteidigen und Studiengebühren verhindern können.

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